Rotkohl klassisch mag ich richtig gerne und er lässt sich so einfach selber machen. Am liebsten essen wir ihn zu Fleischgerichten mit Wild oder Rind. Aber diese einfache Beilage passt auch zum normalen Sonntagsbraten. Und natürlich an Feiertagen. Heute möchte ich dir mein Rotkohl Rezept zeigen und meine Tipps verraten, wie einfach du Rotkohl selber machen kannst. Vergiss Fertiggerichte, denn selbst gemacht schmeckt es am besten!

Zutaten für meinen Rotkohl klassisch
Das Wintergemüse hole ich mir am liebsten vom Wochenmarkt, wo ich es frisch bekomme. Wenn mir Reste übrig bleiben, bereite ich daraus gerne meinen veganen Wintersalat mit Rotkohl, Kochdinkel und Papaya zu. Denn Rotkohl schmeckt auch roh als Salat sehr gut.
Diese Zutaten benötigst du für mein Rotkohl Rezept
- Rotkohl Am liebsten frisch vom Wochenmarkt. Aber du bekommst ihn auch ganz bequem im Supermarkt. Genau wie alle weiteren Zutaten auch.
- Zwiebel Die Zwiebel ist bei mit in vielen Gerichten die Basis. Leicht angebraten sorgt sie für die richtige Würze.
- Äpfel Gehören unbedingt in unseren Rotkohl klassisch. Sie bringen eine fruchtige Note in das Gericht.
- Kümmel, Zimt und Nelken sorgen für den typischen Geschmack der Beilage. Wenn du nicht direkt auf die Gewürze beißen magst, kannst du sie auch in ein Gewürzsieb geben. Dieses entfernst du nach dem Kochen wieder.
- Ghee Zum Anbraten verwende ich sehr gerne Ghee, da es hoch erhitzbar ist und dem Essen einen ganz besonderen Geschmack verleiht.
- Essig Essig verleiht dem Gericht eine leichte Säure, die perfekt mit der Süße harmoniert. Und er sorgt auch dafür, dass der Rotkohl diese schöne Farbe beim Kochen nicht verliert.

Rezeptempfehlung
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Rotkohl zubereiten – so einfach geht’s
Die genaue Anleitung sowie die Mengen- und Zeitangaben findest du weiter unten im Rezept. Hier zeige ich dir vorab schon in 3 Schritten wie einfach du Rotkohl selber machen kannst.
- Zutaten vorbereiten Dazu schälst du die Zwiebel und bei Bedarf auch die Äpfel. Da ich Bio-Äpfel verwende, wasche ich sie nur gut und lasse die Schale dran. Die Zwiebel schneidest du in Würfel und die Äpfel raspelst du. Nachdem du den Rotkohl vom Strunk befreit hast, schneidest du ihn in feine Streifen.
- Rotkohl kneten Dazu gibst du den Kohl mit Salz in eine Schüssel und knetest ihn richtig durch bis Saft austritt. Das ist wichtig, denn durch das Kneten wird der Rotkohl mürbe.
- Rotkohl weich dünsten Zuerst wird Zucker in Ghee geschmolzen und die Zwiebel darin angebraten. Danach kommt der Rotkohl dazu und wird langsam weich gedünstet.

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Mit diesen 5 Tipps gelingt dir der Rotkohl klassisch
Rotkohl als Beilage zu Wild, Rind oder der traditionellen Martinigans lieben wir alle. Damit er aber auch richtig schön mürbe und lecker wird, habe ich dir hier nochmal meine wichtigsten Tipps auf einen Blick zusammengefasst:
- Knete den Rotkohl mit Salz kräftig durch Das ist wichtig, damit die harte Zellstruktur aufgebrochen werden kann. Denn dadurch wird der Rotkohl klassisch beim Kochen schön weich und mürbe und somit auch bekömmlicher. Am besten knetest du den Kohl für einige Minuten, bis Saft austritt. Den schüttest du weg und knetest ihn noch etwas weiter durch.
- Gib Essig zum Rotkohl Das hat zwei Vorteile. Erstens sorgt der Essig beim Kochen für die schöne Farbe des Rotkohls. Und zweitens reduziert der Essig den intensiven Geruch, der beim Kochen von Kohl entsteht.
- Fett für die Zubereitung verwenden Mach nicht den Fehler und lass das Fett weg weil du Kalorien sparen möchtest. Denn der Körper kann die gesunden Vitamine im Rotkohl nur durch die Zugabe von Fett aufnehmen. Nicht zuletzt sorgt auch das Fett für den guten Geschmack!
- Rotkohl vorkochen und aufwärmen Das ist mitunter der wichtigste Tipp, den ich dir geben kann. Denn der Rotkohl klassisch entwickelt seinen typischen Geschmack erst nach einiger Zeit und nicht sofort nach dem Kochen. Daher bereite ich den Rotkohl immer schon zumindest einen Tag vor dem Essen zu. Dann kann er schön durchziehen und durch das Aufwärmen entwickelt er erst den typischen Geschmack.
- Rotkohl nachwürzen Nachdem der Rotkohl über Nacht durchziehen konnte, solltest du ihn nach dem erneuten Aufwärmen unbedingt nochmal nachwürzen und abschmecken. Wenn keine Kinder mitessen, kannst du den Rotkohl beim Aufwärmen mit Mehl stauben und etwas Rotwein nochmal kurz verkochen lassen (siehe Tipp im Rezept). Das macht ihn noch sämiger.

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Wissenswertes zum Rotkohl
Es gibt Gemüse wie z.B. Spinat, das aus gesundheitlichen Gründen nicht aufwärmt werden sollte. Beim Rotkohl ist das aber genau das Gegenteil! Er entwickelt sein volles Aroma erst wenn er mindestens einmal aufgewärmt wurde. Du kannst ihn auch bedenkenlos mehrmals aufwärmen.
Das hat zwei Gründe:
– der Essig sorgt zum einen für die schöne Farbe im Rotkohl.
– Da Rotkohl Schwefel enthält, werden beim Kochen unangenehme Gerüche frei. Durch die Zugabe von Essig können diese reduziert werden.
Ja natürlich kann man Rotkohl roh essen. Die im Kohl enthaltenen Ballaststoffe sind für unseren Darm und das Mikrobiom enorm wichtig, aber können auch Blähungen verursachen. Daher wird Kohl von vielen roh nicht so gut vertragen.
Das ist ganz einfach – aufwärmen! Selbst Rotkohl nach Omas Rezept schmeckt erst am nächsten Tag gut nachdem er nochmals aufgewärmt wurde. Der Rotkohl braucht einige Stunden damit er durchziehen kann und erst das Aufwärmen gibt ihm den besonderen Geschmack.
Gutes Gelingen!

Rotkohl klassisch einfach selber machen
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Kochzubehör
Zutaten
- 900 g Rotkohl
- 1 Zwiebel
- 2 Äpfel
- 1 TL Kümmel
- 3 EL Zucker
- 30 g Ghee
- 1 Prise Zimt
- 30 ml Apfelessig
- 3 Nelken
- Salz
Zubereitung
- Den Rotkohl halbieren, den Strunk entfernen und mit einem Gemüsehobel raspeln. Alternativ mit dem Messer in feine Streifen schneiden.900 g Rotkohl
- Den Rotkohl in einer Schüssel mit Salz mischen und mit beiden Händen gut durchkneten. Das machst du für einige Minuten bis Saft austritt. Diesen gießt du ab und knetest den Rotkohl nochmal kurz durch.Salz
- Die Zwiebel abziehen und würfeln.1 Zwiebel
- Die Äpfel entkernen, bei Bedarf schälen und ebenso raspeln. Anschließend zu dem Rotkohl geben.2 Äpfel
- Das Ghee in einem breiten Topf erhitzen und den Zucker schmelzen. Die Zwiebel zugeben und anrösten.30 g Ghee
- Den Rotkohl mit den Gewürzen und dem Essig zugeben und zugedeckt ca. 40 – 45 Minuten dünsten lassen bis er weich ist.1 TL Kümmel, 30 ml Apfelessig, 3 Nelken, 1 Prise Zimt
- Zum Schluss mit Salz, Essig und eventuell Zucker würzig abschmecken.3 EL Zucker
- Tipp: Wer mag, kann den Rotkohl noch mit 1 EL Mehl stauben und mit 125 ml Rotwein aufgießen. Gut verrühren und für einige Minuten verkochen lassen.



















Ich musste es etwas länger kochen damit es weich wurde. Aber hat sehr gut geschmeckt.
Liebe Andrea, wie schön zu hören! Hab noch einen schönen Tag!
Liebe Grüße
Betty