Diese Gemüsebrühe ist kein gewöhnliches Rezept: Sie wird als konzentrierte Paste zubereitet — aus frischem Gemüse, Liebstöckel und Salz, passiert und eingekocht. Ein Teeföffel davon ersetzt einen Liter Gemüsebrühe aus dem Beutel. Und im Kühlschrank hält sie sich monatelang.

Was ist Liebstöckel und warum gehört er in die Gemüsebrühe?
Liebstöckel (auch Maggikraut genannt) ist das Geheimnis hinter dem intensiven Suppengeschmack, den man aus Omas Küche kennt. Das Kraut bringt eine natürliche Umami-Note — wie Maggi, aber echt. Als Paste eingekocht konzentriert sich das Aroma auf ein Maximum. Wer Liebstöckel im Garten hat: Die beste Zeit für die Ernte ist jetzt im Sommer, wenn das Kraut in voller Stärke steht.
Gemüsebrühe Paste vs. Instant-Brühe — der Unterschied
Industrielle Brühen enthalten Hefextrakt, Gewürzmischungen und oft sehr viel Salz. Die selbst gemachte Gemüsebrühe Paste besteht nur aus: Gemüse, Liebstöckel, Salz — fertig. Man dosiert genau so viel wie man braucht, weiß was drin ist, und der Geschmack ist unvergleichlich tiefer. Ein Gläschen davon ersetzt den ganzen Vorrat an Brühewürfeln im Schrank. Du kannst die Zutaten ganz nach deinem Geschmack variieren und von jeder Zutat etwas mehr oder weniger verwenden.
Welches Gemüse kommt in die Brühe?
Für klassische Suppenwürze verwendet man Sellerie, Karotten, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch. Wenn du magst, kannst du auch Petersilienwurzel und Pastinake zugeben. Frische Petersilie und reichlich Liebstöckel sorgen für das typische Aroma.
Mit diesen Zutaten kannst du Brühe Konzentrat selbst machen:
- Lauch/Porree: gibt der Gemüsebrühe ein intensives Aroma und ist meine liebste Grundzutat. Du bekommst ihn natürlich am Wochenmarkt bei deinem Gemüsebauern, aber er ist auch in jedem Supermarkt verfügbar.
- Karotten: Karotten gehören zum sogenannten Suppengrün und dient auch in unserem Rezept als Basiszutat. Suppengrün ist eine Mischung aus verschiedenen Gemüsesorten, die zur Herstellung von Brühen, Suppen und Eintöpfen verwendet wird. Die klassische Mischung besteht in der Regel aus Möhren, Sellerie und Lauch, kann aber je nach Region und persönlichen Vorlieben variieren.
- Knollensellerie: ist auch ein Bestandteil des Suppengrüns und gehört wie die Karotten zum Wurzelgemüse. Sellerie verleiht der Gemüsebrühe einen charakteristischen Geschmack und ist auch in fast allen Gemüsebrühen als Basiszutat vorhanden.
- Petersilie und Liebstöckel: Petersilie ist mild, aber verleiht der Gemüsebrühe ein frisches, würziges und charakteristisches Aroma.
- Liebstöckel: ist auch als Maggikraut bekannt und verleiht der selbst gemachten Gemüsebrühe ihr kräftiges, würziges Umami-Aroma. Schon eine kleine Menge sorgt für den typischen Geschmack. Liebstöckel haltbar machen kannst du übrigens auch ganz einfach, indem du aromatisches Liebstöckel-Salz selber machst.
- Salz: Salz ist hier nicht nur wichtig für den Geschmack, sondern vor allem zum Konservieren des Gemüses. So hält sich die Gemüsebrühe für Monate.

Gemüsebrühe selber machen – so einfach geht’s
Gemüsebrühe selber machen ist wirklich kinderleicht und in nur 10 Minuten erledigt. Dafür putzt du das Wurzelgemüse, wäschst und trocknest die Kräuter und schneidest alles grob in Stücke. Anschließend gibst du die Zutaten zusammen mit dem Salz in einen leistungsstarken Cutter und zerkleinerst sie zu einer feinen Würzpaste. Das Salz wirkt dabei als natürliches Konservierungsmittel und sorgt dafür, dass die selbst gemachte Gemüsebrühe im Kühlschrank lange haltbar bleibt.
Falls du keinen Cutter hast, kannst du das Gemüse auch von Hand sehr fein würfeln. Das funktioniert genauso gut, braucht allerdings etwas mehr Zeit.
TIPP! Die Schalen und Reste vom Gemüse nicht wegwerfen, sondern damit eine frische Gemüsebrühe zubereiten!
Das fein gehackte Gemüse wird dann noch mit Salz vermischt und in saubere Twist-Off-Gläser gefüllt. Fertig ist der ganze Zauber. Die Gemüsebrühe hält sich im Kühlschrank mehrere Monate.
Wie praktisch ist es doch in den Kühlschrank zu greifen, selbst gemachte Gemüsebrühe in kochendes Wasser zu werfen und in 10 Minuten hast du eine fertige Suppe.

Selbst gemachte Gemüsebrühe als Basis für Suppen, Saucen oder als Würze
Egal ob man schnell etwas Brühe zum Aufgießen eines Risottos benötigt oder eine Sauce würzen oder einfach nur Nudelsuppe kochen möchte. Mit der selbst gemachten Gemüsebrühe ist man für viele Gelegenheiten gerüstet. Etwas Gemüsebrühe in kochendes Wasser geben und noch eine Suppeneinlage hinein und ein schnelles Essen steht am Tisch.
Wie ihr vielleicht schon im Beitrag über Grießnockerlsuppe nach Omas Rezept gelesen habt, friere ich immer einige Grießnockerl oder Frittaten ein. So habe ich dann innerhalb von wenigen Minuten eine frische Suppe, ganz ohne Konservierungsstoffe. Ideal in Situationen in denen man einfach keine Zeit zu kochen hat oder Söhnchen schon knapp am Verhungern ist 😉 Und mal ehrlich – wer kann schon einem Teller Suppe widerstehen?
Welches Salz für selbst gemachte Gemüsebrühe?
Du kannst normales Salz verwenden, das du sowieso zum Würzen zuhause hast. Ich persönlich mag jedoch Meersalz am liebsten, denn es verleiht dem Ganzen noch mehr Würze und schmeckt aromatischer.
Wie lange ist selbst gemachte Gemüsebrühe haltbar?
Wenn du bei der Herstellung auf Sauberkeit achtest, kannst du Gläser bis zu 1 Jahr im Kühlschrank aufbewahren.
Gläser vor Verwendung sterilisieren: Am besten ist es, du sterilisierst die Gläser vor der Verwendung. Dazu gibst du sie einfach für 10 Minuten in den 100 Grad heißen Backofen und lässt sie vor dem Befüllen vollständig auskühlen. Die Deckel in einen kleinen Topf geben, mit kochendem Wasser übergießen und für 1 Minute drin lassen. Danach das Wasser abgießen und trocknen lassen.
Achte auch darauf, immer einen sauberen Löffel zu verwenden, wenn du etwas aus dem Glas entnimmst.
Gutes Gelingen!

Gemüsebrühe selber machen
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Zutaten
- 250 g Lauch
- 250 g Karotten
- 200 g Knollensellerie mit Grün
- 200 g Petersilie
- ein paar Zweige Liebstöckel
- 1 Zwiebel
- 2 Zehen Knoblauch
- 150 g Salz
Zubereitung
- Alle Zutaten im Cutter fein zerhacken. Das Salz gut untermischen.250 g Lauch, 250 g Karotten, 200 g Knollensellerie, 200 g Petersilie, ein paar Zweige Liebstöckel, 1 Zwiebel, 2 Zehen Knoblauch, 150 g Salz
- In saubere Twist-Off-Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.







