Pizzateig selber machen ist wirklich einfach. Ehrlich gesagt mache ich meinen Pizzateig seit vielen vielen Jahren immer selber. Damit auch du Pizzateig einfach selber machen kannst, zeige ich dir heute mein Pizzateig Rezept und 7 Tipps, damit er auch ein perfekter Pizzateig wird.
Inhaltsverzeichnis

Perfekter Pizzateig – dick oder dünn?
Wir alle lieben Pizza, doch der Pizzateig muss genauso sein, wie wir ihn uns vorstellen. Der eine mag lieber die amerikanische Variante mit dickem Boden, für den anderen gibt es nur die italienische Variante mit dünnem Boden. Für mich muss der Teig auch dünn und kross sein, sonst fällt es mir schwer, dem Ding den Namen „Pizza“ zu geben. Daher findet ihr hier nur Tipps für den dünnen Boden. Doch wie gelingt der perfekte Pizzateig?
Rezeptempfehlung
Diese Zutaten brauchst du für mein Pizzateig Rezept
Das Schöne am Pizzateig ist, du brauchst nur ganz wenige Zutaten dafür. Und die hast du wahrscheinlich auf Vorrat bereits zuhause. Du benötigst Mehl, Wasser, frische Hefe, Olivenöl, Zucker und Salz.

So einfach kannst du Pizzateig selber machen
- Zuerst das Mehl in eine Schüssel sieben und mit dem Salz vermengen.
- Dann löst du die Hefe in ca. 100 ml des lauwarmen (!) Wassers auf und rührst den Zucker ein. So bekommt die Hefebakterien „Nahrung“. Das beschleunigt die Gärung und der Teig kann gut aufgehen.
- Das Gemisch zum Mehl und den übrigen Zutaten geben und zu einem glatten Teig verkneten.
- Den Teig abdecken, an einen warmen Ort stellen und ca. 30 Minuten gehen lassen. Das Teigvolumen sollte sich zumindest verdoppelt haben. Falls das nicht der Fall ist, lass den Teig noch ein bisschen mehr Zeit. Wenn er sich verdoppelt hat, schlage ihn einmal zusammen und lass ihn nochmal ca. 30 Minuten gehen. So wird der Pizzateig lockerer.
Rezeptempfehlung
Pizzateig selber machen oder doch lieber aus dem Kühlregal?
Selbstgemachter Pizzateig dauert naturgemäß länger als sich ein Fertigprodukt aus dem Regal zu fischen. Da ich aber auf ungeliebte Zusatzstoffe verzichten möchte und wissen will, was denn so in meinem Essen drinnen ist, mache ich ihn lieber selbst.
Gut, aber „Pizzateig“ und „schnell“ passen eigentlich nicht zusammen. Ich behaupte doch, denn ich bereite den Pizzateig einmal frisch zu und friere ihn portionsweise ein. So habe ich für mehrere Gelegenheiten selbst gemachten Pizzateig zuhause, den ich nur mehr belegen muss. Dasselbe mache ich mit der Tomatensauce: Ich koche einmal eine größere Menge vor und fülle den Rest in Gläser ab, auf die ich dann nach Belieben zugreifen kann. Das kann man sehr gut an einem Wochenende, wenn mal mehr Zeit zum Kochen verfügbar ist, vorbereiten.

7 Tipps für den perfekten Pizzateig
- Zutaten Weniger ist mehr. Der richtige Pizzateig verlangt nur nach Mehl, Wasser, Salz, Hefe, Olivenöl und Zucker. Verwendet dafür unbedingt Mehl der Type „00“. Warum seht ihr in den Fragen zum richtigen Pizzamehl weiter unten.
- Frische Hefe Nach meiner Erfahrung wird der Teig mit frischer Hefe viel besser und gibt dem Teig erst den charakteristischen Geschmack.
- Langes Kneten Der Teig sollte so lange geknetet werden, bis sich alle Zutaten zu einem glatten Teig verbunden haben und der Teig sich schön von der Schüssel löst. Das dauert in etwa 10 Minuten.
- Teig 2x gehen lassen Die Hefe sorgt für die lockere Konsistenz des Teiges. Um aktiv werden zu können braucht sie etwas Zucker, einen warmen Ort und Zeit. Daher lasse ich ihn 2x je 1/2 Stunde gehen. Das genügt, um ein tolles Ergebnis zu erzielen.
- Pizzateig liebt es heiß Um einen wirklich krossen Boden zu bekommen, muss der Ofen so richtig heiß sein. Moderne Backöfen lassen sich schon auf 300° C oder mehr aufheizen. Für die Pizza kann es nicht heiß genug sein. Leg ein Backblech auf die mittlere Stufe und heiz dieses mit dem Ofen auf höchster Stufe vor (Ober- und Unterhitze).
- Würzige Tomatensauce Meine liebste Sauce köchelt 2 Stunden, die ich heiß in Gläser fülle und somit immer auf Vorrat habe. Eilige können meine schnelle Tomatensauce für Pizza und Pasta probieren.
- Pizzateig einfrieren und sofort frische Pizza genießen Wenn uns der spontane Pizzahunger überfällt, habe ich immer selbst gemachten Pizzateig zur Hand.

Rezeptempfehlung
Die häufigsten Fragen zum Pizzateig
Die Verwendung von Mehl der Sorte „00“ ist eine gängige Praxis in der italienischen Küche. Aus gutem Grund:
1. Es ist sehr fein gemahlen. Das bedeutet, es hat eine sehr feine Textur. Dies führt zu einem zarten und leicht zu verarbeitenden Teig, der sich gut ausrollen und formen lässt, ohne zu reißen.
2. Es hat einen hohen Glutengehalt: Dies führt zu einem elastischen Teig, der beim Backen eine luftige Kruste bildet und eine weiche, zarte Krume im Inneren der Pizza ergibt.
3. Schnelle Fermentation: Aufgrund seiner feinen Textur und des hohen Glutengehalts fermentiert „00“-Mehl relativ schnell. Dies ermöglicht eine kürzere Ruhezeit für den Teig und führt zu einer leichteren, luftigeren Kruste.
Ja unbedingt! Das mache ich immer so. Ich bereite Pizzateig zu, portioniere ihn und friere ihn portionsweise ein. Das spart wertvolle Zeit im Alltag. Am besten drückst du die Teigkugel zu einer flachen Scheibe bevor du sie einfrierst. So taut der Pizzateig schneller auf. Und du brauchst ihn nur mehr ausrollen und belegen.
Ja! Wer Pizza aus dem Holzofen liebt, sollte sich die Anschaffung eines Pizzasteins überlegen. Dieser speichert die Hitze sehr lange, nimmt die Feuchtigkeit des Teigs auf und sorgt dafür, dass der Boden knusprig wird. Durch die Hitze verkürzt sich die Backzeit, was wiederum dafür sorgt, dass der Teig außen knusprig wird und innen saftig bleibt.
Gutes Gelingen!

Grundrezept für Pizzateig
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Kochzubehör
Zutaten
Teig
- 375 g Mehl Type "00"
- 15 g frische Hefe
- 1 TL Salz
- ½ TL Kristallzucker
- 3 EL Olivenöl
- 215 ml lauwarmes Wasser
Zubereitung
- Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit dem Salz vermengen. Hefe in ca. 100 ml des Wassers auflösen, den Zucker einrühren bis er sich vollständig aufgelöst hat und das Gemisch zum Mehl geben. Mit dem Olivenöl und dem restlichen Wasser zu einem glatten Teig verkneten.375 g Mehl, 15 g frische Hefe, 1 TL Salz, ½ TL Kristallzucker, 3 EL Olivenöl, 215 ml lauwarmes Wasser
- Den Teig abdecken und für 1/2 h an einem warmen Ort gehen lassen, einmal zusammenschlagen und für eine weitere 1/2 h gehen lassen (insgesamt 1h).Tipp: Falls du den Teig schon am Vortag zubereiten möchtest: Lass ihn wie oben beschrieben 2x eine halbe Stunde gehen. Danach in Frischhaltefolie einwickeln und über Nacht im Kühlschrank lagern. Am nächsten Tag kannst du ihn gleich ausrollen und belegen.
- Das Backrohr samt Backblech auf 300°C Ober-/Unterhitze bzw. maximale Temperatur vorheizen (mittlere Schiene).
- Den Teig in 4 gleich große Stücke teilen und nacheinander auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn und kreisrund ausrollen (wer keinen Pizzastein hat, kann den Teig gleich am Backpapier ausrollen und danach die fertig belegte Pizza mit dem Backpapier auf das bereits vorgeheizte Blech legen). Alternativ kannst du die Pizza auch auf einem Backblech ausrollen und belegen.
- Den Teig mit Tomatensauce bestreichen, belegen und im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten backen. Der Teig sollte knusprig aber nicht hart sein.
Ungefähre Nährwerte
Wenn ihr große Lust auf Pizza aber wenig Zeit habt, dann probiert doch mal meine schnellen Pizzaballs mit Schinken, Salami und Mozzarella aus. Was auch immer super ankommt, ist mein Rezept für den leckeren Pizza Weihnachtskranz, der übrigens nicht nur an Weihnachten schmeckt 😉
Ist der Hunger schon ganz groß, dann ist vielleicht der schnelle Pizza Toast vegetarisch etwas für dich. Klick dich einfach durch meinen Foodblog und lass dich von den Rezeptideen inspirieren. Ich freue mich, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt.
Gutes Gelingen!











