Zuletzt überarbeitet am 02.12.2025
Engelsaugen gehören für mich zu den Plätzchen, die sofort Weihnachtsgefühl auslösen. Dieses Engelsaugen Rezept ist super einfach, mürbe und herrlich fruchtig. Genau so, wie ich es aus meiner Kindheit kenne. Mit ein paar Tipps gelingen dir die Engelsaugen perfekt und bleiben schön weich. Weiter unten findest du Varianten, Fehlerquellen und die besten Aufbewahrungstipps.

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Warum wir dieses Engelsaugen Rezept so lieben
Engelsaugen sind für mich jedes Jahr Pflicht. Sie sind schnell gemacht, unglaublich zart und genau das Richtige, wenn du unkomplizierte Weihnachtsklassiker liebst. Und es gibt gleich mehrere Gründe, warum Engelsaugen jedes Jahr wieder in meiner Weihnachtsbäckerei landen:
- Sie sind mit wenigen Zutaten schnell vorbereitet
- Ihre zart-mürbe Konsistenz ist himmlisch
- Kinder können prima mithelfen, da der Teig unkompliziert ist
- Sie lassen sich perfekt vorbereiten
- der Mix aus mürbem Teig und fruchtiger Mitte macht sie zum Liebling bei Groß und Klein
Engelsaugen sind außerdem unglaublich vielseitig. Du kannst sie mit deiner Lieblingsmarmelade füllen, mit Zitronenabrieb verfeinern oder sie als österreichische Husarenkrapfen mit nussigem Teig backen. Und das Beste: Sie gelingen auch dann, wenn du nur wenig Zeit hast oder mit Kindern backst. Ein echter Weihnachtsklassiker, der immer funktioniert.

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Wenige Zutaten für Engelsaugen
Für klassische Engelsaugen brauchst du nur wenige Grundzutaten. Der Geschmack entsteht durch gute Butter und den feinen Kontrast aus fruchtiger Marmelade und weichem Mürbeteig.
- Butter Bitte keine streichzarte Butter verwenden, sondern ganz normale aus dem Kühlschrank.
- Mehl Ich habe Dinkelmehl Type 630 verwendet. Alternativ funktioniert das Engelsaugen Rezept auch mit Weizenmehl.
- Eigelb Ich greife zu Bio-Eiern der Größe M.
- Puderzucker Meine erste Wahl für besonders zarte Plätzchen.
- Vanillezucker Ich nutze nur Vanillezucker mit echter Bourbonvanille.
- Zitrone Da wir den Abrieb verwenden, unbedingt zu einer unbehandelten Bio-Zitrone greifen.
- Marmelade Ich nehme Johannisbeermarmelade für die Füllung. Du kannst aber jede Lieblingsmarmelade oder mehrere Sorten verwenden – das sieht auf dem Plätzchenteller besonders hübsch aus.
Verarbeitung von Mürbeteig – kalt und schnell
Für einen guten Mürbeteig gibt es zwei einfache Regeln: kalt und schnell. Verwende unbedingt kalte Butter direkt aus dem Kühlschrank und arbeite zügig, damit sich Mehl und Fett nicht trennen. Passiert das, wird der Teig „brandig“. Das heißt, er wird bröselig, lässt sich schlecht formen und die Engelsaugen werden später brüchig.
Wichtig ist auch, richtige Butter zu verwenden. Margarine lässt sich zwar leichter verarbeiten, führt aber häufig zu brüchigen Plätzchen und der Geschmack bleibt deutlich hinter echter Butter zurück.

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Engelsaugen Rezept Schritt für Schritt
Damit deine Engelsaugen die perfekte Form behalten, ist ein gut gekühlter Teig das Wichtigste. So laufen sie nicht auseinander und bleiben schön rund. So einfach funktioniert’s:
- Mürbeteig herstellen Mehl, Puderzucker, Vanillezucker und Zitronenabrieb mischen und auf die Arbeitsfläche geben. Kalte Butter darauflegen, mit einem Messer klein schneiden und mit den Fingern rasch zu Bröseln verreiben. Eigelb zugeben, zu einem glatten Teig kneten, flach drücken und in Frischhaltefolie wickeln.
- Teig kühlen Den Teig mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
- Engelsaugen formen Aus dem gekühlten Teig kleine Kugeln rollen und mit dem Stiel eines Holzlöffels oder dem Finger mittig eine kleine Vertiefung drücken.
- Füllen & backen Die Vertiefung mit Marmelade füllen, die Plätzchen auf ein Backblech setzen und goldgelb backen. Anschließend vollständig auskühlen lassen.

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Varianten für deine Engelsaugen
Engelsaugen lassen sich wunderbar an den eigenen Geschmack anpassen. Schon kleine Änderungen bei der Füllung bringen eine schöne Abwechslung und machen den Plätzchenteller noch vielfältiger. Hier ein paar einfache Ideen, die immer funktionieren:
- Helle Marmelade Für einen hübschen Plätzchenteller kannst du auch helle Marmeladen wie Aprikose oder meine Apfelmarmelade verwenden. Das bringt schöne Akzente am Plätzchenteller.
- Schokolade Wenn du es schokoladiger magst, kannst du die Vertiefung nach dem Backen mit einer Schokocreme füllen. Das passt wunderbar zum zarten Mürbeteig.
- Lemoncurd Für eine frische Note eignet sich Lemon Curd. Die Kombination aus Mürbeteig und Zitronencreme ist eine wunderbare Alternative zu klassischer Marmelade.
Husarenkrapfen – die österreichische Variante
In Österreich werden Engelsaugen traditionell Husarenkrapfen genannt. Der Teig enthält dort oft einen kleinen Anteil gemahlener Nüsse, ansonsten bleibt die Zubereitung gleich. Wenn du etwas mehr Abwechslung möchtest, kannst du also ganz einfach beide Varianten backen.

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So bewahrst du deine Engelsaugen am besten auf
Engelsaugen halten sich ca. 2 Wochen frisch und bleiben sogar noch zarter, wenn du sie richtig lagerst. Am besten bewahrst du die Plätzchen in einer gut schließenden Keksdose auf und legst etwas Butterbrotpapier zwischen die Lagen. Kühl und trocken gelagert behalten sie ihre Form und ihr Aroma. Mit jedem Tag ziehen die Engelsaugen ein wenig durch und werden dadurch herrlich mürbe – perfekt für die Weihnachtszeit.
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Eure häufigsten Fragen zu Engelsaugen
Engelsaugen verlaufen, wenn der Teig zu warm ist oder die Butter zu weich war. Kühle den Teig daher gut durch und verwende kalte Butter direkt aus dem Kühlschrank. Du kannst auch das Backblech vor dem Formen kurz kühlen oder die geformten Kugeln vor dem Backen noch einmal kaltstellen. So bleiben die Engelsaugen schön rund.
Klassisch werden Engelsaugen mit Johannisbeergelee gebacken. Himbeere, Aprikose oder auch helle Marmeladen funktionieren genauso gut und bringen zusätzliche Farbakzente auf den Plätzchenteller.
Nicht zu lange backen und die Plätzchen nach dem Auskühlen in einer gut schließenden Keksdose lagern. Mit jedem Tag ziehen sie etwas durch und werden noch mürber.
Ja, am besten ungefüllt. Die ungebackenen Teigkugeln einfrieren, später auftauen und frisch füllen. Das Ergebnis wird genauso gut wie bei frischem Teig.
Wenn der Teig bröselt oder reißt, war er meist zu warm oder wurde zu lange geknetet. Kurz kühlen und möglichst wenig kneten hilft, die perfekte Konsistenz zu bewahren.
Jetzt hat dich das Plätzchenfieber gepackt und du möchtest mehr Plätzchen backen? Dann probier doch mal das Spritzgebäck Linzer Kipferl. Oder wie wäre es mit den klassischen Butterplätzchen? Ein Last-minute-Rezept muss her? Dann sind bestimmt die schnellen Cornflakes Kekse etwas für dich. In meinem Beitrag unsere liebsten Plätzchen zu Weihnachten findest du übrigens alle Plätzchen-Rezepte.
Gutes Gelingen!
Du hast meine Engelsaugen nachgebacken?
Dann freue ich mich über deine Sterne-Bewertung und deinen Kommentar! Erzähl mir gern, welche Marmelade du verwendet hast oder ob du auch die Husarenkrapfen-Variante ausprobiert hast.

Zarte Engelsaugen
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Kochzubehör
Zutaten
- 150 g Butter sehr kalt
- 240 g Mehl
- 2 Eigelb
- 80 g Puderzucker
- 1 Pkg. Vanillezucker
- 0,5 Bio-Zitrone Abrieb
- 60 g Johannisbeermarmelade oder Marmelade nach Wahl
Zubereitung
- In einer Rührschüssel Mehl, Zucker, Vanillezucker und Zitronenabrieb grob vermischen und in einem Haufen auf die Arbeitsfläche schütten. Dann die Butter aus dem Kühlschrank nehmen, auf das Mehl-Zuckergemisch legen.240 g Mehl, 80 g Puderzucker, 1 Pkg. Vanillezucker, 0,5 Bio-Zitrone
- Mit einem Messer die Butter in kleine Stücke schneiden (ohne diese zu berühren). Dann alle Zutaten mit den Fingerspitzen schnell miteinander verbröseln.150 g Butter
- Sobald sich Teigklümpchen gebildet haben, Eigelb zugeben und rasch zu einem glatten Teig kneten. Teigkugel platt drücken und in Frischhaltefolie einwickeln. Für mindestens eine Stunde im Kühlrschank rasten lassen. Tipp: Den Mürbeteig kann man auch am Vorabend zubereiten und über Nacht im Kühlschrank kühlen lassen.2 Eigelb
- Backofen auf 180° Umluft vorheizen und Backblech mit Backpapier belegen.
- Den Teig halbieren und die 2. Hälfte bis zur Verarbeitung wieder in den Kühlschrank legen.Die erste Teighälfte in Streifen schneiden und davon ca. 10 g schwere Stücke abschneiden. Diese rasch zu Kugeln rollen und auf das Backblech legen.
- Die Marmelade in einen kleinen Topf geben und kurz aufkochen lassen und mit einem Schneebesen glatt rühren. So wird die Marmelade flüssig und lässt sich leichter einfüllen.60 g Johannisbeermarmelade
- Dann mit einem Kochlöffelstiel je eine Mulde in die Mitte der Teigkugeln drücken. Mithilfe eines kleinen Löffels Marmelade in die Mulden geben. TIPP: Verwende zum Füllen der Engelsaugen unbedingt einen spitz zulaufenden kleinen Löffel. So kannst du die flüssige Marmelade problemlos in die Mulden geben ohne zu kleckern.
- Engelsaugen ca. 8 Minuten im Ofen auf der mittleren Schien backen (sie sollen hell bleiben).
- Nach dem Backen vollständig abkühlen lassen und in luftdichten Dosen kühl und trocken lagern.
Ungefähre Nährwerte


















liebe Betina!
ein Klassiker, den wir lieben und öfter backen. sie sind schnell zubereitet und gelingen immer. marillenmarmelade ist eine gute Alternative. super Rezept! danke!
lg Sandra
Liebe Sandra, mich freut es wirklich jedes Mal zu hören, wenn ihr meine Rezepte mögt und auch nachmacht. Hab noch einen schönen Tag!
GLG
Betty