Einkornbrot mit Dinkel

Einkornbrot mit Dinkel

Das Rezept vom Einkornbrot mit Dinkel (Vollkorn) ist das Ergebnis meiner Brotbackexperimente während des Corona-Lockdown. Wir lieben zwar unser schnelles Dinkel-Vollkornbrot mit Leinsamen und Sonnenblumenkernen aber Abwechslung muss sein, also haben wir fleißig gebacken und Einiges ausprobiert.

 

Schnell mal Brot backen mit Zutaten aus der Vorratskammer

Auch mit Sauerteig haben wir experimentiert. Das Ergebnis war richtig toll, muss ich sagen. Allerdings ist Sauerteig nicht gerade für spontanes Brotbacken geeignet und bedarf doch etwas an Planung. Der Sauerteig muss angesetzt werden, was schon mal 5 Tage dauert und das Sauerteigbrot muss dazwischen auch immer wieder gehen. Es ist eine wunderschöne Arbeit, aber man braucht dafür Zeit.

Wenn ich allerdings am Abend bemerke, dass für das Frühstück kein Brot mehr da ist, brauche ich ein Rezept, das sofort umsetzbar ist. Denn schnell mal mit 2 Kleinkindern in den Supermarkt fahren, um Brot zu kaufen, war während des Lockdown nicht drin.

Hier ist es also, mein schnelles Rezept für unser Einkornbrot mit Dinkel 🙂

Ich habe mir angewöhnt, immer einen Vorrat an verschiedenen Mehlen zuhause zu haben. So bin ich flexibel und kann jederzeit den Ofen anwerfen ohne außer Haus zu müssen.

 

Einkorn – das gesunde Urgetreide

Aber warum gerade Einkorn? Einkorn gehört mit Emmer und Dinkel zu den Urgetreiden und wurde schon vor ca. 10.000 Jahren angepflanzt. Da es aber nicht so ertragreich wie Weizen war, wurde es von diesem immer mehr verdrängt und geriet fast in Vergessenheit.

Einkorn hat gegenüber anderen populären Getreidesorten jedoch entscheidende Vorteile. Einerseits ist es widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen, was den Einsatz von Chemie erübrigt. Andererseits ist es anspruchslos und gedeiht ohne künstlichen Dünger. Zwei entscheidende Vorteile in der ökologischen Landwirtschaft und für unsere Gesundheit.

Warum aber ist Einkorn so gesund? Es enthält bedeutend mehr Mikronährstoffe als herkömmliches Getreide. Es ist reich an Mineralstoffen und Spurenelementen  wie Magnesium, Kupfer und Mangan, Zink und Eisen. Weiters enthält es essentielle Aminosäuren, wertvolle Ballaststoffe und ist leicht verdaulich.

Das sind alles Argumente für die Verwendung von Einkorn. Entscheidend war für mich aber sein Geschmack. Sein nussiges und leicht süßliches Aroma gibt dem Einkornbrot mit Dinkel seinen einzigartigen Geschmack.

Ich liebe auch Brot, das noch Schrot enthält. Aus dem Grund habe ich einen Teil des Mehls im Reformhaus grob schroten lassen. Wenn ihr aber schnell Brot mit normalem Mehl (nicht geschrotet) backen wollt, funktioniert das Rezept natürlich genauso. Das Brot wird dann einfach feiner.

Probiert es aus – ich bin neugierig wie es euch schmeckt. Bei uns ist es jedenfalls das neue Lieblingsbrot 🙂

 

Mein eigenes Brotgewürz

Ich mache mein Brotgewürz immer selbst, da es schnell geht und ich die Gewürze ganz nach meinem Geschmack verwenden kann. Am liebsten ist mir dabei folgende Mischung (die Menge reicht genau für 1 Brotlaib):

Je 1 TL KoriandersamenFenchelsamen (wer keinen Fenchelsamen zuhause hat, nimmt einfach den Samen aus einem Teesäckchen – heißer Tipp: Babytee ;-)), Anis und Kümmel

Gebt die Gewürze in einen Mörser und vermahlt sie so lange, bis sie fein vermahlen sind und fast zu Pulver werden. Ich mache immer gleich eine größere Menge und bewahre diese in einem Schraubglas auf. So habe ich jederzeit meine eigene Mischung Lieblingsmischung Brotgewürz griffbereit.

 

Einkornbrot mit Dinkel

27. Mai 2020
: 40 min
: 55 min
: 95 min

Von:

Zutaten
  • 350 g Einkorn grob geschrotet
  • 100 g Dinkel grob geschrotet
  • 400 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 guter EL Brotgewürz (Anis, Koriandersamen, Fenchel, Kümmel im Mörser zerstoßen)
  • 
400 - 500 ml lauwarmes Wasser (hängt vom verwendeten Mehl ab)
  • 5 EL Apfelessig
  • 
1 Würfel Hefe
  • 
3 TL Salz
So geht's...
  • # 1 Die Mehle miteinander vermengen und Brotgewürz, Salz und Apfelessig zugeben.
  • # 2 Die Hefe in ca. 100 ml Wasser auflösen, glatt rühren und mit dem restlichen Wasser zum Teig geben (nehmt zuerst lieber weniger Wasser und gebt bei Bedarf Wasser nach. Die Wassermenge hängt stark vom verwendeten Mehl ab). Mit der Küchenmaschine für ca. 5 Minuten gut durchkneten.
  • # 3 Den Teig in ein Gärkörbchen geben und mit einem Küchentuch bedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. Wer kein Gärkörbchen hat, kann den Teig auch in der Rührschüssel gehen lassen.
  • # 4 Backofen auf 220° C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • # 5 Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und zu einem Laib formen. Unmittelbar bevor ihr den Laib in den Ofen gebt, mit etwas Wasser einstreichen.
  • # 6 Das Brot auf die mittlere Schiene in den Ofen schieben und 30 Minuten bei 220°C backen. Danach die Hitze auf 160° C reduzieren und für weitere 25 Minuten fertig backen. Das bewirkt, dass die Kruste zwar knusprig, aber nicht steinhart wird.
  • # 7 Unbedingt auf einem Küchengitter auskühlen lassen.

 

 

 

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