Granola mit Walnüssen, Sonnenblumenkernen und Rosinen

Granola mit Walnüssen, Sonnenblumenkernen und Rosinen

Granola mit Walnüssen, Sonnenblumenkernen und Rosinen ist derzeit mein Liebling, wenn es darum geht mein Naturjoghurt aufzupeppen. Es gibt im Handel viele Angebote, doch meistens hat mich ein Blick auf die Zutatenliste wieder vom Kauf abgeschreckt. Was bleibt einem Granola-Liebhaber wie mir da noch für eine Alternative? Genau, selber machen.

 

Granola selber machen hat viele Vorteile

Da ich ja sehr an gesunder Ernährung interessiert bin, spreche ich immer wieder gerne mit Leuten über ihre Essgewohnheiten. Da hört man dann Dinge wie “Ja, ich ernähre mich total gesund. Zum Frühstück zum Beispiel esse ich Müsli …”. Bei genauerem Rückfragen nach den Zutaten ist die Konversation mit den Worten “Ach, das weiß ich aber nicht” meistens auch schon wieder beendet. Liest man dann auch noch die Zutaten auf der besagten Verpackung, kann von “gesunder Ernährung” keine Rede mehr sein. Den Meisten reicht es für ihr Gewissen, wenn wie in diesem Fall, “Müsli” auf der Verpackung steht. Die Wenigsten sind sich darüber bewusst, dass Zucker einer der Hauptbestandteile des “gesunden” Müslis ist.

Ich möchte Zucker nicht generell verteufeln, aber es ist nicht notwendig den Zuckerkonsum unnötig in die Höhe zu schrauben, wie es leider bei vielen gekauften Produkten der Fall ist. Hier ist man sich dieses überhöhten Zuckerkonsums nämlich überhaupt nicht bewusst. Im Gegenteil – man erliegt dem Irrglauben, sich etwas Gesundes zuzuführen. Bei vielen Produkten stimmt das leider aber gar nicht.

Aus diesem Grund machen wir unser Granola selbst und wissen ganz genau was drinnen steckt. Auch die Qualität und Menge des verwendeten Öls können wir so selbst steuern, denn oft steckt unnötig viel Fett im Müsli. Von dessen Qualität ganz zu schweigen.

 

Vollkorn Dinkelflocken für mehr Ballaststoffe

Üblicherweise wird Granola aus Haferflocken gemacht und im Backofen geröstet. Ich verwende dafür gerne Vollkorn Dinkelflocken. Zum einen, weil ich den Geschmack von Vollkorn Dinkelflocken sehr mag, und zum anderen, da sie viele Ballaststoffe beinhalten. Ballaststoffe sind für unsere Verdauung enorm wichtig. Die pflanzlichen Faserstoffe werden unverdaut wieder ausgeschieden. Durch ihre Fähigkeit Wasser aufzunehmen erhöhen sie das Stuhlvolumen und regen die Darmperistaltik an. Ballaststoffe wirken sich auch positiv auf die sogenannten “guten” Darmbakterien aus, denn sie bilden deren Nahrungsgrundlage.

Neben einer guten Verdauung beugen Ballaststoffe auch Risiken wie Arteriosklerose, Herzinfarkt oder Diabetes vor. Denn Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Essen nur langsam steigt. Ein guter Nebeneffekt ist, dass dadurch das Sättigungsgefühl länger anhält und wir nicht so schnell wieder hungrig werden. Auch für Diabetiker ist der langsam steigende Zuckerspiegel essentiell. Aber nicht nur das – häufiger Genuss von Ballaststoffen hilft, Diabetes vorzubeugen.

Wichtig! Beim Essen von Ballaststoffen auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten! Trinkt man zu wenig, können die Ballaststoffe nicht aufquellen und begünstigen erst recht Verstopfung.

 

So gelingt selbst gemachtes Granola

Ich persönlich mag das steinharte Granola nicht sehr gerne. Den Thrill, bei jedem Bissen die Nummer des Zahnarztes bereit zu halten, brauche ich nicht. Daher ist mein Granola zwar sehr crunchig, aber nicht ganz hart. Aber findet selbst heraus, was euch besser schmeckt.

Darauf solltet ihr bei der Zubereitung von Granola achten:

  1. Wichtig ist, dass ihr das Granola gut vermischt, bis die Flocken das Fett aufgesaugt haben. Ist das Granola mal im Ofen, muss es nach ca. 10 Minuten gewendet werden.
  2. Ich gebe nach dem Wenden erst die Rosinen dazu und backe das Granola ca. 5 Minuten weiter, bis es schön goldbraun wird. Länger dürfen Rosinen oder Trockenfrüchte generell nicht mitgebacken werden, da sie sonst verbrennen und bitter schmecken. Scheußlich, also bitte auf die Zeit achten. Ganz ungeröstet mag ich sie im Granola aber auch nicht, aber wie gesagt 5 Minuten mitbacken sind genau richtig.
  3. Gegen Ende der Backzeit bitte das Granola beobachten, denn dann kann es schnell gehen und plötzlich ist es verbrannt. Also bitte nicht mit Mama telefonieren, die nicht zu reden aufhören kann, sondern das Granola bewachen.
  4. Ich mache immer nur eine kleine Menge an Granola, die ich auch in 2 – 3 Wochen wirklich verbrauche. Länger aufbewahrt, kann das enthaltene Fett ranzig werden. Daher lieber öfter und frisch machen.
  5. Das Granola nach dem Backen mindestens 2 Stunden auf dem Blech auskühlen lassen und erst dann in ein Glas füllen.

Gutes Gelingen!

 

Granola mit Walnüssen, Sonnenblumenkernen und Rosinen

3. Februar 2019
: 5 min
: 15 min
: 20 min
: einfach

Von:

Zutaten
  • 100 g Vollkorn Dinkelflocken

  • 3 Walnüsse grob gehackt
 (6 Hälften)
  • 25 g Ahornsirup
  • 
25 g Sonnenblumenkerne

  • 2 EL Sonnenblumenöl

  • 2 EL Rosinen
So geht's...
  • # 1 Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • # 2 Alle Zutaten bis auf die Rosinen so lange mit einem Löffel durchrühren, bis sich die trockenen Zutaten mit dem Öl verbunden haben und eine klebrige Konsistenz aufweisen.
  • # 3 Die Masse großzügig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und 10 min lang im Ofen backen.
  • # 4 Nach 10 min wenden und die Rosinen zugeben. Bitte nicht gleich zu Beginn, denn sonst verbrennen sie und werden bitter.
  • # 5 Nach weiteren 5 min sollte das Granola goldbraun sein. Aus dem Ofen nehmen und gut auskühlen lassen.
  • # 6 Die knusprige Konsistenz bekommt das Granola erst im ausgekühlten Zustand. Also nicht wundern, wenn es weich aus dem Ofen kommt.


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